1. Tag: Abfahrt in Bielefeld, ggf. weitere Zustiege nach Absprache. Halt in Magdeburg (Besuch des gotischen ‚Doms, Haus von Hundertwasser), weiter nach
Weißenfels an der Saale. Quartier im zentral gelegenen, 1450 erstmals erwähnten Weißenfelser Traditionsgasthaus Hotel „Jägerhof“, in dem 1713 in Anwesenheit von Johann Sebastian Bach dessen Jagdkantate uraufgeführt wurde. Abendessen und evtl. kleine Runde zum Kennenlernen.
2. Tag Weißenfels: Heute steht die teils noch ummauerte historische Altstadt von Weißenfels auf dem Programm mit der spätgotischen Pfarrkirche St. Marien, dem Heinrich-Schütz-Haus (falls Renovierung abgeschlossen), dem Schloss Neu-Augustusburg mit der von Schinkel geschätzten barocken Schlosskapelle, wo Telemann und der junge Händel die Orgel spielten, dem Geleitshaus im Renaissancestil (wo Gustav Adolf aufgebahrt wurde), dem Friedhof mit dem Grabstein Friedrich von Hardenbergs sowie dem Novalishaus. Abendessen und Übernachtung in Weißenfels. Vorgesehen: Besuch bei einem Winzer.
3. Tag Weißenfels: Wir besuchen kulturhistorische Stätten in der Umgebung von Weißenfels, wie das Geburtshaus und die Grabstätte Nietzsches in Röcken, die nahe Gustav-Adolf-Gedenkstätte sowie das Novalisgeburtshaus
Schloss Oberwiederstadt, heute Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum. Abendessen und Übernachtung wiederum in Weißenfels. Am Abend ist eine „romantische“ Schifffahrt auf der Saale geplant.
4. Tag Weißenfels: Heute geht es über
Goseck mit dem rekonstruierten prähistorischen Sonnenobservatorium und einer kleinen Burganlage zur mittelalterlichen Domstadt
Naumburg an der Saale an der Straße der Romanik. Der Dom St. Peter und Paul mit Krypta, Kreuzgang und den berühmten Stifterfiguren zählt zu den wichtigsten europäischen Baudenkmälern. In Naumburg verbrachte Nietzsche seine Jugend und Max Klinger seinen Lebensabend, Botho Strauß wurde hier geboren. Weiter geht es über Bad Kösen (historische Salzgewinnungsanlagen) mit dem berühmten Kloster Schulpforta (zu dessen Schülern Klopstock, Nietzsche, Fichte und von Ranke zählten) zur hoch über der Saale gelegenen Ruine
Rudelsburg, wo Franz Kugler 1826 den Text des Liedes „An der Saale hellem Strande“ schrieb. Nächstes Ziel ist das hübsche Winzerstädtchen
Freyburg an der Unstrut, Zentrum des kleinen und auch feinen Weinbaugebietes Saale-Unstrut, bekannt durch den Rotkäppchensekt und Turnvater Jahn. In Freyburg wollen wir an einer Wein- bzw. Sektverkostung teilnehmen. Abendessen und Übernachtung letztmalig in Weißenfels.
5. Tag Weißenfels: Wir verlassen Weißenfels Richtung
Halle an der Saale, wo wir im Landesmuseum für Vorgeschichte die 1999 nahe Nebra gefundene Himmelsscheibe aus der Bronzezeit besuchen. Von dort geht es zur Saalestadt
Merseburg. Im Merseburger Domschatz wird ein Faksimile der berühmten Merseburger Zaubersprüche aufbewahrt, das einzige nichtchristliche Sprachzeugnis aus althochdeutscher Zeit. Tagesziel ist das malerische Fachwerkstädtchen
Quedlinburg im nördlichen Harzvorland, frühere Königspfalz, Heimat Klopstocks sowie Fritz Graßhoffs und heute Weltkulturerbe. Die historische Stadt mit ihren engen Kopfsteinpflasterstraßen, mehr als 1.200 Fachwerkhäusern, dem bedeutenden Schloß und wichtigen Kirchenbauten zählt zu den größten deutschen Flächendenkmalen. Abendessen und Übernachtung in Quedlinburg (vorgesehen im gut gelegenen, stilvollen Hotel „Schloßmühle“), Bei Bedarf abendlicher Altstadtbummel durch die stimmungsvollen Gassen.
6. Tag Quedlinburg: Die Fahrt führt weiter ins nahe
Wernigerode, ein ebenfalls berühmtes Fachwerkjuwel am Harzrand, bekannt durch seinen schönen Markt mit Fachwerkrathaus und Heinrich Heine. Hermann Löns nannte Wernigerode „die bunte Stadt am Harz“. Von hier aus geht es heimwärts, Ankunft gegen Abend.